Hans-Sachs-Haus, Art-Deco-Verwaltungsgebäude in Gelsenkirchen, Deutschland
Das Hans-Sachs-Haus ist ein sechsstöckiges Verwaltungsgebäude in Gelsenkirchen, das zwischen 1924 und 1927 entstand und sich durch eine Stahlbetonkonstruktion mit keramischen Wandpaneelen auszeichnet. Die Fassade wird durch horizontale Fensterreihen geprägt, die durch Gesimse voneinander abgesetzt sind und dem Gebäude seinen charakteristischen Art-Déco-Ausdruck verleihen.
Der Bau entstand zwischen 1924 und 1927 nach Plänen des Architekten Alfred Fischer und prägte damit die Entwicklung der modernen Architektur in Gelsenkirchen. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude von 1947 bis 1950 umfassend wiederhergestellt.
Das Haus trägt einen Namen, der 1926 durch einen öffentlichen Wettbewerb bestimmt wurde und die Verbindung von Arbeit und Kunsthandwerk symbolisiert. Der Name ist deutlich über dem Haupteingang angebracht und prägt das Erscheinungsbild des Gebäudes bis heute.
Das Gebäude dient heute als Rathaus von Gelsenkirchen und beherbergt verschiedene Verwaltungsabteilungen und ein öffentliches Forum. Besucher können das Interieur mit seinem beleuchteten Atrium erkunden und die architektonische Gestaltung aus nächster Nähe betrachten.
Das Gebäude war Vorreiter eines innovativen Farbkodierungssystems für öffentliche Gebäude, das Professor Max Burchartz nach Bauhaus-Prinzipien entworfen hat. Dieses System half Besuchern, sich in den Räumen zu orientieren und wird auch heute noch teilweise sichtbar.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.