Haus Leithe, Wasserschloss im Stadtteil Neustadt, Gelsenkirchen, Deutschland.
Haus Leithe ist eine Wasserburg bei Gelsenkirchen, die aus drei separaten Gebäuden besteht. Das Haupthaus mit zwei Geschossen und rechteckigem Grundriss bildet das Zentrum, während ein Torhaus mit Rundtor und eine große Scheune von etwa 400 Quadratmetern die Gesamtanlage vervollständigen.
Die Burg wurde um 1565 gegründet und war die Stammburg der Ritter von Leithe, die das Anwesen als Lehen der Abtei Deutz hielten. Dies machte Haus Leithe zu einem wichtigen Punkt in der Feudalstruktur des Ruhrgebiets und der kölnischen Territorien.
Das Wappenschild der Familie Isselstein am Torhaus zeigt, wie adlige Familien ihre Macht und Verbindungen durch Steinmetzwerk nach außen trugen. Diese Art von Erkennungszeichen war im Ruhrgebiet ein wichtiger Weg, um soziale Stellung auszudrücken.
Das Anwesen liegt an der Junkerweg 30 im Stadtteil Neustadt und ist von außen sichtbar, auch wenn die Gebäude derzeit nicht benutzt werden. Besucher sollten beachten, dass das Grundstück in Privatbesitz ist und Zugang zu den Innenraumen nicht ohne Genehmigung moglich ist.
Eine lokale Sage erzählt von einem unterirdischen Gang, der Haus Leithe mit Haus Achternberg verbinden soll, das mehrere Kilometer entfernt liegt. Solche Legenden waren typisch für Adelssitze in Westfalen und spiegeln die Bedeutung wider, die diese Orte in der Vorstellung der Menschen hatten.
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