Heilig Kreuz, Architekturdenkmal in Gelsenkirchen, Nordrhein-Westfalen.
Heilig Kreuz ist ein Kirchengebäude aus dunklem Ziegelbau mit Bogenwölbungen und rechteckigen Glasfenstern, das den expressionistischen Baustil der 1920er Jahre zeigt. Der Innenraum beeindruckt durch kühne architektonische Formen und die charakteristische Materialität des Ziegels.
Der Bau entstand zwischen 1927 und 1929 unter dem Architekten Josef Franke und diente der katholischen Gemeinde etwa 80 Jahre lang bis zur Schließung im Jahr 2007. Die lange Nutzungsgeschichte endete mit einem Umbau zu Kulturzwecken.
Der Ort wandelte sich von einem Gotteshaus zu einem Kulturzentrum und beherbergt heute Konzerte, Veranstaltungen und Treffen der Gemeinde mit Platz für bis zu 800 Besucher. Die Nutzung durch verschiedene Künstler und Gruppen hat dem Gebäude neues Leben eingehaucht.
Das Gebäude befindet sich an der Bochumer Straße 113 und wurde mit umfangreicher Finanzierung saniert und modernisiert. Besucher sollten beachten, dass die Akustik und Raumausstattung für kulturelle Veranstaltungen optimiert wurde.
Die Kirchenschiff-Architektur gehört zu den zweitgrößten Beispielen des deutschen Ziegelbauexpressionism, vergleichbar mit einem ähnlichen Gebäude am Berliner Hollenzollernplatz. Diese seltene Bauweise und die handwerkliche Ziegeltechnik machen das Gebäude unter Architekturbegeisterten bemerkenswert.
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