Zeche Holland, Kohlebergwerk und Kulturdenkmal in Gelsenkirchen, Deutschland.
Zeche Holland ist ein ehemaliges Bergbaukomplex im Wattenscheid-Teil von Bochum, der auf dem Gebiet von Gelsenkirchen liegt und durch seinen seltenen Doppelmalakow-Turm sowie mehrere Förder- und Lüftungsbauten geprägt wird. Die erhaltenen Gebäude verteilen sich auf mehrere Schachtstandorte und umfassen Maschinenhallen, Ziegelbauten und technische Anlagen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Investoren aus den Niederlanden gründeten das Bergwerksunternehmen 1855 und legten damit den Grundstein für die spätere Förderanlage, die bis 1861 unter dem Namen Holland fünf Kohlefelder vereinte. Der Betrieb lief über ein Jahrhundert und wurde erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingestellt, als die Ruhrkohlekrise viele Zechen zur Schließung zwang.
Der Name „Holland
Teile des Geländes sind von außen frei zugänglich, sodass sich die Industriearchitektur gut besichtigen lässt, ohne vorher eine Genehmigung einholen zu müssen. Für bestimmte Gebäude ist jedoch eine vorherige Absprache erforderlich, weshalb es sich lohnt, sich vor dem Besuch über die genauen Zugangsbedingungen zu informieren.
Der Doppelmalakow-Turm auf dem Gelände ist der einzige noch erhaltene seiner Art im gesamten Ruhrgebiet, was ihn zu einem seltenen Zeugnis des Bergbaus aus dem 19. Jahrhundert macht. Diese Turmform wurde entwickelt, um zwei nebeneinanderliegende Schächte gleichzeitig zu bedienen, was den Betrieb deutlich effizienter gestaltete als bei Einzeltürmen.
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