Leinwandhaus, Gotisches mittelalterliches Gebäude am Weckmarkt, Frankfurt, Deutschland
Das Leinwandhaus ist ein gotisches Gebäude am Weckmarkt mit steilem Walmdach, Zinnen und sechseckigen Türmchen sowie spitzbogigen Fenstern. Die Fassade zeigt die typischen Merkmale der Hochgotik mit ihrer aufwendigen Detaillierung.
Das Haus entstand zwischen 1396 und 1399 auf drei angrenzenden Grundstücken im ehemaligen Viertel und diente zunächst als Marktplatz für den Leinenhandel. Seine Entstehung fällt in eine Zeit, als sich Frankfurt zur wichtigsten Handelsstadt in der Region entwickelte.
Das Gebäude war ursprünglich Treffpunkt für städtische Versammlungen in seinen oberen Räumen, während unten Handelsaktivitäten stattfanden. Diese räumliche Aufteilung spiegelt wider, wie die Stadt im Mittelalter Leben und Wirtschaft miteinander verband.
Der Innenraum beherbergt heute ein Museum, das Dienstag bis Sonntag geöffnet ist und Besuchern Einblicke in die Sammlung gibt. Das Gebäude liegt zentral am Weckmarkt und ist leicht zu Fuß erreichbar, mit guter Orientierung in der Altstadt.
Zwei eiserne Messstäbe namens Frankfurter Elle sind in die Fassade eingelassen, die Kaufleute als Standardmaße zum Tuchverkauf nutzten. Diese alten Werkzeuge zeigen noch heute, wie Handel vor Hunderten von Jahren funktioniert hat.
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