Nürnberger Hof, Mittelalterliches Handelsgebäude in Frankfurt, Deutschland
Der Nürnberger Hof war ein Handelsgebäude aus zwei durch Durchgänge verbundenen Gebäudeteilen mit gotischen Sterngewölben, auf denen die Wappen Frankfurts und Nürnbergs prangten. Die Struktur diente als komplexes Lagersystem für Waren und Verwaltung von Handelsaktivitäten während der großen Messen der Stadt.
Das Gebäude entstand um 1410 und entwickelte sich zum größten Handelskomplex Frankfurts, nachdem zwei benachbarte Höfe zusammengefügt worden waren. Es blieb bis zu seiner teilweisen Zerstörung 1905 das kommerzielle Herzstück für Nürnberger Kaufleute während der berühmten Frankfurter Messen.
Das Gebäude war Anlaufstelle für wichtige Besucher, darunter Kaiser Friedrich III. und Maximilian I. sowie der Künstler Albrecht Dürer, die dort während ihrer Zeit in Frankfurt logierten. Es spiegelte die Bedeutung Frankfurts als Ort wider, wo Macht und Handel aufeinander trafen.
Die noch vorhandenen Überreste befinden sich zwischen der Braubachstrasse 33 und 33a in der Nähe des Römerbergs und der Paulskirche in Frankfurts Altstadt. Der Ort ist leicht zu Fuß erreichbar und liegt im Herzen des historischen Zentrums, wo man auch weitere mittelalterliche Bauwerke entdecken kann.
Das Grundstück entstand 1485 durch die Verschmelzung zweier separater Höfe, des Glauburghofs und des Schmidthofs, was es zum damals größten Handelskomplex der Stadt machte. Diese Fusion markierte einen wichtigen Moment in der Entwicklung Frankfurts als internationale Handelsmetropole.
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