Kaisersaal, Kaiserlicher Saal im Stadtteil Römerberg, Deutschland
Der Kaisersaal ist der Festsaal im Obergeschoss des Römer, des Frankfurter Rathauses. 1612 ersetzte man die flache Decke durch ein hölzernes Gewölbe, das Johan Hoffmann mit Grotesken bemalte, und vergrößerte die Fenster durch die Öffnungen des früheren Dachbodens. An den Wänden hängen ganzfigurige Porträts von 52 deutschen Monarchen, von Karl dem Großen bis Franz II.
Seit 1612 finden hier die großen Feierlichkeiten zur Kaiserkrönung statt, wenn die Frankfurter Stadtrat Bankette ausrichtet. Der Raum wurde zum Symbol für die Bedeutung Frankfurts als Ort der Königswahl im Heiligen Römischen Reich.
Die Wände zeigen Herrscherporträts aus verschiedenen Epochen, die Besucher heute beim Rundgang betrachten können. Diese Sammlung von Bildnissen prägt das Aussehen des Raumes und erzählt von der politischen Geschichte des Reiches.
Der Zugang ist an den meisten Tagen möglich, doch sollte man überprüfen, ob die Stadtverwaltung gerade Veranstaltungen abhält, die eine Sperrung erforderlich machen. Ein kurzer Anruf oder ein Blick ins Netz können Wartezeiten sparen und sicherstellen, dass man den Raum besichtigen kann.
Die 52 ganzfigurigen Herrscherporträts wurden überwiegend durch Spenden finanziert: Die österreichische Kaiserfamilie bezahlte neun, und drei Künstler – Julius Hübner, Johann David Passavant und Ferdinand Fellner – malten ihre Werke auf eigene Kosten. Philipp Veit, Direktor des Städelschen Instituts, malte 1853 selbst Karl den Großen, um die Reihe zu vollenden.
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