Philae, Ehemalige Insel in Assuan, Ägypten.
Philae war eine kleine Granitinsel zwischen dem alten Assuan-Staudamm und dem Hochdamm, etwa 1500 mal 490 Fuß (460 mal 150 Meter) groß. Die antiken Tempel wurden in den 1970er Jahren auf die nahegelegene Insel Agilkia versetzt, wo sie bis heute stehen.
Die ersten Bauten entstanden unter Taharqa im siebten Jahrhundert vor Christus, gefolgt von größeren Anlagen unter Nektanebos II. im vierten Jahrhundert. Das Heiligtum blieb bis ins sechste Jahrhundert aktiv, als Kaiser Justinian es schließen ließ.
Der Name leitet sich vom altägyptischen P-aaleq ab und bedeutet Grenze oder ferner Ort, weil die Stätte das südliche Ende Ägyptens und den Beginn Nubiens markierte. Noch heute sieht man christliche Kreuze an den Säulen, die vom Umbau eines Tempels in eine Kirche im sechsten Jahrhundert zeugen.
Die Tempelanlagen erreicht man heute mit dem Boot von Assuan aus und der Rundgang dauert etwa zwei Stunden. Morgenstunden sind ruhiger und eignen sich gut für Fotos, weil das Licht dann weniger hart ist.
Die Rettung der Tempel erforderte über 40.000 Granitblöcke abzutragen, jedes Stück zu nummerieren und auf dem höheren Agilkia-Gelände neu aufzubauen. Sogar die Form der neuen Insel wurde an die alte Silhouette angepasst, damit der Eindruck erhalten blieb.
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