Bitterseen, Salzwasserseesystem im Gouvernement Ismailia, Ägypten.
Die Bitterseen sind ein Seen system mit Salzwasser in der Ismailia-Region, das sich zwischen den nördlichen und südlichen Teilen des Suezkanals erstreckt. Das System besteht aus mehreren Wasserbecken, die durch natürliche und künstliche Kanäle miteinander verbunden sind.
Vor dem Bau des Suezkanals 1869 war das Gebiet eine trockene Salzsenke in der ägyptischen Wüste. Die Flutung der Senke schuf dann eine wichtige Schifffahrtsroute, die Schiffe aus Europa mit dem Indischen Ozean verbindet.
Die Bitterseen sind ein Ort, an dem sich Schiffe aus aller Welt treffen und ihre Besatzungen Kontakt miteinander aufnehmen. Die enge Nachbarschaft zwischen Schiffen in diesem Wassergebiet fördert ein Gefühl der internationalen Verbundenheit unter Seeleuten.
Besucher können die Seen von verschiedenen Küstenabschnitten aus beobachten, besonders von den Uferzonen bei Ismailia. Die beste Zeit zum Beobachten ist am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn das Licht auf dem Wasser besonders sichtbar ist.
In den 1960er Jahren wurden mehrere hundert Schiffe für Jahre im System festgehalten, was eine unerwartete schwimmende Gemeinschaft mit eigener Kultur schuf. Diese "Bittersee-Flotte" entwickelte Traditionen und Kontakte zwischen den Besatzungen, die bis heute in Schiffergeschichten weiterleben.
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