Pi-Ramesse, Antike Stadt in Qantir, Ägypten.
Pi-Ramesses ist eine antike Hauptstadt und archäologische Stätte in Qantir im nordöstlichen Nildelta, die sich über ein weites Gebiet mit Tempelanlagen, Wohnvierteln und militärischen Einrichtungen erstreckte. Die Siedlung folgte einem Rasterplan mit vier Heiligtümern, die in den vier Himmelsrichtungen angeordnet waren und jeweils unterschiedlichen Gottheiten geweiht waren.
Ramses II gründete diese Hauptstadt um 1275 vor unserer Zeitrechnung, um näher an den asiatischen Gebieten unter ägyptischer Kontrolle zu sein. Die Verlagerung von Theben verlagerte das politische Zentrum nordwärts und stärkte die militärische Präsenz an der Grenze.
Der Standort bewahrt Wandmalereien und Fußabdrücke von Kindern, die in getrockneten Lehm getreten sind, was zeigt, wie gewöhnliche Familien vor dreitausend Jahren lebten. Diese Spuren bieten Einblicke in das Alltagsleben jenseits monumentaler Architektur und königlicher Inszenierung.
Ausgrabungen haben Fundamente von Gebäuden und Strukturen freigelegt, die über ein weites Gelände verstreut sind, sodass Besucher sich auf offene Flächen mit begrenztem Schatten einstellen sollten. Das Erkunden der Überreste erfordert Gehen über unebenes Terrain und lohnt sich am besten in den kühleren Morgen- oder Abendstunden.
Ein System von Kanälen verwandelte die Siedlung während der Nilfluten in verbundene Inseln, was den Transport durch Boote innerhalb der Metropole ermöglichte. Diese Wasserwege dienten sowohl praktischen als auch zeremoniellen Zwecken und spiegelten die Bedeutung des Flusses im täglichen Leben wider.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.