Wadi Tumilat, Archäologische Stätte im Nildelta, Ägypten
Das Wadi Tumilat ist eine trockene Talsenke, die sich von Abassa bis Ismailia erstreckt und zwischen 2 und 6 Kilometer breit ist. Das Tal schneidet durch die Wüstenlandschaft und zeigt überall archäologische Reste von Befestigungen, Tempeln und Gräbern aus verschiedenen Epochen.
Die Region war von der Vorgeschichte bis zur römischen Herrschaft bewohnt und besiedelt, wobei Fundstätten wie Tell el-Retaba und Tell el-Maskhuta auf die Zeit des Mittleren Reiches zurückgehen. Die antiken Siedlungen entstanden in strategischer Position zwischen dem Nildelta und dem Osten, wo Handelsrouten zusammenliefen.
Der Name Wadi Tumilat bezieht sich auf ein trockenes Tal, das seit der Antike als Durchgangsroute zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer diente. Besucher können heute noch die Spuren dieser Verkehrsbedeutung in den verteilten Ruinen erkennen.
Der zentrale Bereich erhält zu wenig Regen für konstante Bewässerung, weshalb die antiken Siedler auf Nilüberschwemmungen angewiesen waren, die westliche Teile erreichten. Besucher sollten wissen, dass Wasser und Schatten in diesem Gebiet knapp sind und die unebenen archäologischen Reste erfordern festes Schuhwerk.
Die alten Erbauer entwickelten spezialisierte Techniken zur Herstellung von dauerhaften Lehmziegeln, indem sie Sedimente analysieren und auswählen basierend auf deren geologischen Eigenschaften. Diese Kenntnisse zeigen, wie frühe Handwerker ihr Verständnis des lokalen Materials nutzten, um Bauwerke zu schaffen, die über Jahrtausende hielten.
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