Pithom, Alte Siedlung im Wadi Tumilat, Ägypten
Pithom ist eine archäologische Fundstätte im Wadi Tumilat im östlichen Nildelta, die heute als Tell el-Maskhuta bekannt ist. Die Ausgrabungen haben mehrere Schichten von Bauwerken freigelegt, darunter Befestigungsanlagen aus Schlammziegeln, steinerne Magazinbauten und Überreste eines Tempelbezirks.
Die Besiedlung begann in der Mittelbronzezeit und erreichte ihren Höhepunkt während der Ramessidenzeit, als die Stätte zu einem Versorgungszentrum ausgebaut wurde. In der Spätzeit diente der Ort als Garnison und Handelsposten entlang der Verbindung zwischen Nil und Rotem Meer.
Der Atum geweihte Tempel bildete das religiöse Zentrum der antiken Siedlung und wurde durch Granitstatuen sowie Hieroglypheninschriften ausgeschmückt. Die Überreste der Tempelanlage dokumentieren die Verehrungspraktiken der ägyptischen Bevölkerung über mehrere Dynastien hinweg.
Das Gelände liegt in der weitläufigen Wüstenlandschaft östlich des Nildeltas und erfordert eine Anreise über unbefestigte Zufahrtswege. Besucher sollten ausreichend Wasser und Sonnenschutz mitbringen, da vor Ort keine Infrastruktur vorhanden ist.
Die Ausgrabungen der Universität Toronto zwischen 1978 und 1985 deckten Hinweise auf einen intensiven Handelsverkehr mit der Levante und Arabien auf. Keramikfunde belegen Kontakte zu griechischen Siedlern während der Spätzeit.
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