Grabmoschee des Sultans Faradsch ibn Barqūq, Islamischer Grabkomplex im Nördlichen Friedhof, Ägypten
Die Moschee und das Khanqah von Farag ibn Barquq ist ein religiöses Bauwerk im Nördlichen Friedhof, das zwei große Mausoleen, Gebetshallen und Wohnräume um einen rechteckigen Innenhof herum anordnet. Die Anlage verbindet diese Funktionen durch Korridore und offene Bereiche, die das tägliche Leben und die religiösen Praktiken gleichermaßen unterstützen.
Der Bau entstand zwischen 1400 und 1411 unter der Auftraggeberschaft eines Sultanats, in einer Zeit, die durch politische Umbrüche und externe Bedrohungen gekennzeichnet war. Die Errichtung dieser Anlage erfolgte trotz dieser schwierigen Umstände, was auf die damalige Bedeutung solcher religiösen Zentren hinweist.
Der Komplex zeigt den sozialen Charakter mittelalterlicher religiöser Bauten, in denen Gebetsräume direkt neben Lehrstätten und Wassersystemen für die Bewohner angeordnet waren. Man erkennt heute noch die Verbindung zwischen spirituellem Leben und alltäglicher Gemeinschaft, die in diesem Bauwerk verkörpert wird.
Der Zugang erfolgt zu Fuß durch Gassen des Friedhofsviertels, wobei man die Außenfassade zuerst sieht, bevor man die inneren Räume betritt. Es wird empfohlen, mit ausreichend Zeit anzukommen, um die verschiedenen Ebenen und Räume in Ruhe zu erkunden.
Die Decken der Gebetshalle sind aus Stein gewölbt statt aus Holz gebaut, was für religiöse Bauwerke dieser Zeit ungewöhnlich war. Diese Steingewölbe haben sich über die Jahrhunderte besser erhalten als Holzkonstruktionen anderer Komplexe.
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