Sierra Nevada, Gebirgskette in Andalusien, Spanien.
Die Sierra Nevada erstreckt sich über die Provinzen Granada und Almería und besteht aus mehreren Gipfeln, von denen einige über 3000 Meter aufragen. Der Mulhacén erreicht 3478 Meter und bildet damit den höchsten Punkt der Iberischen Halbinsel.
Die Berge entstanden durch die alpidische Gebirgsbildung, als sich die afrikanische und eurasische Platte vor Millionen von Jahren aufeinander zubewegten. Während der maurischen Herrschaft entwickelten sich hier Bewässerungssysteme, die bis heute die Landwirtschaft prägen.
Die Bergtäler werden seit Jahrhunderten bewohnt, wobei Dörfer wie Trevélez und Capileira ihre Häuser an die steilen Hänge schmiegen. Die weiß getünchten Fassaden und engen Gassen folgen noch immer den maurischen Bauprinzipien.
Die Straßen führen durch zahlreiche Höhenstufen, wobei sich Klima und Vegetation mit jedem Kilometer ändern. Festes Schuhwerk und Sonnenschutz sind bei Wanderungen unerlässlich, da Schatten oft fehlt.
Über 2100 Pflanzenarten wachsen hier, darunter 116 Arten, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommen. Diese Vielfalt macht das Gebirge zum artenreichsten botanischen Gebiet Europas.
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