Eritrea, Ehemalige Provinz im Norden Äthiopiens
Die Provinz Eritrea war eine ehemalige Verwaltungseinheit im nördlichen Äthiopien, die sich von der Küste des Roten Meeres bis ins Hochland erstreckte. Sie umfasste damit sowohl heiße Küstenebenen als auch kühle Hochlagen, was sie in ganz Äthiopien zu einer der geographisch abwechslungsreichsten Provinzen machte.
Die Provinz wurde 1962 offiziell eingerichtet, als eine britische Verwaltungsperiode endete und das Gebiet formell in den äthiopischen Staat eingegliedert wurde. Dieser Schritt war der Beginn eines langen und turbulenten Weges, der schließlich 1993 zur Unabhängigkeit Eritreas führte.
Die Provinz war von einer Vielzahl von Sprachen geprägt, darunter Tigrinya und Tigre, die man noch heute in der Region Eritrea hört. Die verschiedenen Volksgruppen lebten in unterschiedlichen Höhenlagen, was ihre Lebensweise, ihre Nahrung und ihren Alltag stark beeinflusste.
Das ehemalige Provinzgebiet ist heute der unabhängige Staat Eritrea, sodass für eine Reise dorthin ein Visum und aktuelle Einreiseinformationen erforderlich sind. Wer die Region besucht, sollte die Höhenunterschiede im Blick behalten, denn das Klima wechselt von feucht-heiß an der Küste zu angenehm kühl im Hochland.
Die Stadt Asmara, die als Hauptstadt der Provinz diente, wurde im frühen 20. Jahrhundert von italienischen Kolonialingenieuren in einem modernen Stil gebaut und wird heute als eines der bemerkenswertesten Beispiele dieser Architektur in Afrika angesehen. Viele dieser Gebäude stehen noch heute und verleihen der Stadt ein unverwechselbares Gesicht, das in der Region keine Entsprechung hat.
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