Nda Mariam, Koptische Kathedrale in Asmara, Eritrea.
Die Enda Mariam Coptic Cathedral ist eine koptisch-orthodoxe Kathedrale im Stadtzentrum von Asmara, Eritrea, und gehört zum UNESCO-Welterbe der Stadt. Das Gebäude hat weiße Außenwände, farbige Glasfenster und einen markanten Glockenturm, der über die umliegenden Straßen hinausragt.
Die Kathedrale wurde 1938 während der italienischen Kolonialzeit errichtet, als Asmara zu einer modernen Stadt nach europäischem Vorbild ausgebaut wurde. Der Bau spiegelt den Versuch wider, lokale koptische Traditionen mit dem rationalistischen Architekturstil zu verbinden, der damals in der Stadt vorherrschte.
Die Kathedrale ist die wichtigste Kirche der koptisch-orthodoxen Gemeinde in Asmara und wird besonders an religiösen Feiertagen stark besucht. Im Inneren sind Wandmalereien und Heiligenbilder zu sehen, die aus der äthiopisch-koptischen Bildtradition stammen und sich deutlich von der westlichen kirchlichen Kunst unterscheiden.
Beim Betreten der Kathedrale ist eine angemessene Kleidung erforderlich, d. h. bedeckte Schultern und Knie. Es empfiehlt sich, außerhalb der Gottesdienstzeiten zu kommen, wenn man das Gebäude in Ruhe besichtigen möchte.
Die Liturgie in der Kathedrale wird auf Ge'ez gehalten, einer alten semitischen Sprache, die im Alltag nicht mehr gesprochen wird, aber in der koptischen und äthiopisch-orthodoxen Kirche noch heute im Gottesdienst verwendet wird. Diese Sprache verbindet die Gemeinde mit einer Tradition, die mehr als 1.500 Jahre zurückreicht.
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