Pagode rouge, Chinesische Pagode im 8. Arrondissement, Frankreich.
Die Pagode Rouge ist ein mehrstöckiges Gebäude im 8. Arrondissement von Paris mit einer auffälligen roten bemalten Fassade und geneigtem Dach. Sie hebt sich deutlich von den klassischen Haussmann-Gebäuden der Umgebung ab und zeigt eine vollständig andere architektonische Sprache mit chinesischen Designelementen.
Der chinesische Kunsthändler Ching Tsai Loo verwandelte ein klassisches Haussmann-Gebäude 1926 in diese chinesisch inspirierte Pagode, obwohl die Nachbarschaft sich dagegen wehrte. Diese Umgestaltung markierte einen ungewöhnlichen Bruch mit der einheitlichen Architektur des Viertels.
Das Gebäude entstand als Handelszentrum für asiatische Kunst und ermöglichte Sammlern aus Europa und Amerika den Zugang zu chinesischen und südostasiatischen Objekten. Die rote Fassade und das geneigte Dach prägen bis heute das Straßenbild und zeigen den damaligen Geschmack für fernöstliche Ästhetik.
Das Privatgebäude kann nur von außen von der Straße betrachtet werden, da es nicht für Besucher zugänglich ist. Es liegt in der Nähe des Parc Monceau und des Musée Jacquemart-André, was es zu einem praktischen Halt während eines Spaziergangs durch das Viertel macht.
Im Inneren des Gebäudes befinden sich spezialisierte Nischen mit drehbaren Sockeln, die ursprünglich dazu dienten, Statuen und Kunstobjekte aus verschiedenen Blickwinkeln zu präsentieren. Dieses raffinierte Ausstellungssystem war typisch für hochwertige Kunsthandlungen der Epoche.
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