Hazar Merd Cave, Archäologische Höhlenstätte im Gouvernement Sulaymaniyah, Irak.
Hazar Merd Cave ist ein archäologischer Fundort in den Bergen von Sulaymaniyah, der aus mehreren miteinander verbundenen Kammern besteht. Die Haupthöhle und die Nebenkammer Ashkawty Tarik bieten Einblick in Siedlungsmuster und alltägliche Aktivitäten aus der Steinzeit.
Die britische Archäologin Dorothy Garrod führte 1928 Ausgrabungen durch und entdeckte bedeutende Artefakte aus dem Mittleren und Epi-Paläolithikum. Diese Funde umfassten Handäxte und Steinwerkzeuge, die den menschlichen Lebensstil vor mehreren zehntausend Jahren beleuchteten.
Die Höhle zeigt Spuren menschlicher Besiedlung durch Feuerstellen und Werkzeuge, die von frühen Gemeinschaften stammen. Besucher können diese archäologischen Hinweise direkt an den Felswänden und dem Boden der Kammer sehen.
Der Zugang erfolgt mit dem Auto bis zu einem Parkplatz, von wo aus man etwa 20 Meter zur Hauptkammer hinaufsteigen muss. Das Gelände ist felsig und kann rutschig sein, daher sind geeignete Schuhe und eine Taschenlampe empfehlenswert.
Knochenfunde in der Höhle stammen von wilden Ziegen, Rothirschen, Gazellen und kleineren Säugetieren. Diese Tierreste zeigen, welche Wildtiere die Region vor Tausenden von Jahren bevölkerten und wie frühe Menschen ihre Jagdgebiete nutzten.
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