Jarmo, Archäologische Siedlung in Chamchamal, Irak
Jarmo ist eine archäologische Siedlung in Chamchamal im Irak und liegt auf 800 Metern Höhe inmitten von Pistazien- und Eichenwäldern. Die Überreste erstrecken sich über etwa 16.000 Quadratmeter und umfassen Fundamente von etwa 25 Wohngebäuden sowie Werkzeuge und Vorratsgefäße aus der Jungsteinzeit.
Der Archäologe Robert Braidwood entdeckte diese Siedlung 1948 und datierte sie auf etwa 7090 vor Christus zurück. Spätere Ausgrabungen zeigten, dass das Dorf über mehrere Jahrhunderte bewohnt war und den Übergang zu sesshaften Ackerbaugemeinschaften dokumentiert.
Die Häuser wurden mit sonnengetrockneten Lehmziegeln auf Steinfundamenten errichtet, eine Technik, die den Beginn fester Bauweise markierte. Bewohner lagerten Getreide in Vorratsgefäßen aus gebranntem Ton und entwickelten so frühe Formen der Nahrungssicherung für längere Zeiträume.
Das Gelände liegt in einer hügeligen Waldregion und erfordert festes Schuhwerk für die unebenen Böden. Besucher sollten ausreichend Zeit einplanen, um die verstreuten Fundstellen und Überreste in Ruhe zu erkunden.
Archäologen fanden Steinsicheln und Schneidwerkzeuge, die zeigen, wie Menschen von der Jagd zum Getreideanbau wechselten. Diese Werkzeuge belegen auch, dass Bewohner bereits Wildgetreide sammelten, bevor sie es gezielt kultivierten.
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