Tell Bazmusian, Archäologischer Hügel im Gouvernement Sulaymaniyah, Irak.
Tell Bazmusian ist ein archäologischer Hügel in der Region Sulaymaniyah mit einer Höhe von 23 Metern und einem Umfang von etwa 1500 Metern. Der Ort befindet sich am rechten Ufer des unteren Zab-Flusses und liegt heute unter dem Dukan-Stausee verborgen.
Irakische Archäologen führten von 1956 bis 1958 umfangreiche Ausgrabungen durch und entdeckten 16 Schichten menschlicher Besiedlung. Diese Schichten reichen bis etwa 6000 vor Christus zurück und dokumentieren eine lange Geschichte der Besiedelung an diesem Ort.
Der Ort zeigt Überreste von Tempeln mit dicken Lehmziegelmauern und enthält Tontafeln, die aufzeigen, wie Menschen in dieser Region bauten und lebten. Diese Funde geben Einblick in das alltägliche Leben und die Glaubensvorstellungen der antiken Bewohner.
Der Ort ist heute durch die Fluten des Dukan-Stausees nicht direkt zu erreichen und erfordert spezialisierte Ausrüstung für jeden Besuch. Für Interessierte an Archäologie ist ein Besuch der nächstgelegenen Museen eine praktischere Alternative, um die Funde zu sehen.
Eine der bemerkenswertesten Funde war ein verziertes Weihrauchgefäß aus Keramik, das ein wildes Ziegenbock auf einem zweistöckigen Hausmodell zeigt. Dieses Objekt stammt aus der Mitte des zweiten Jahrtausends vor Christus und zeigt die künstlerische Kreativität der damaligen Handwerker.
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