Kel-i-Schin-Stele, Antikes Inschriftendenkmal am Kelashin-Pass, Iran.
Die Kelashin-Stele ist ein antikes Denkmal mit Inschriften am Kelashin-Pass im Iran. Der Stein trägt auf seiner Oberfläche Text in zwei verschiedenen Sprachen, die von den damaligen Kulturen eingemeisselt wurden.
Das Denkmal wurde um 800 v.Chr. errichtet und verzeichnet die Eroberung der Stadt Musasir durch König Ishpuini. Diese Inschrift markiert einen wichtigen Moment in den territorialen Veränderungen der antiken Welt des Nahen Ostens.
Die zweisprachige Inschrift zeigt, wie die Urartäer und Assyrer miteinander kommunizierten und verwalteten. Man kann heute noch sehen, wie beide Kulturen ihre Schriftsysteme nebeneinander nutzten, um ihre Macht auszudrücken.
Der Stele liegt in einer abgelegenen Bergregion, daher ist die Anreise anspruchsvoll und erfordert gute Planung. Besucher sollten sich mit lokalen Führern vertraut machen, da der Zugang schwierig sein kann.
Friedrich Eduard Schulz war der erste Europäer, der das Denkmal 1827 dokumentierte, doch seine Forschungen gingen unter tragischen Umständen verloren. Kurz nach seiner Arbeit an diesem Ort endete sein Leben, und die wissenschaftliche Dokumentation verschwand für viele Jahre.
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