Shanidar, Archäologische Höhle im Bradost-Gebirge, Irak
Die Höhle im Bradost-Gebirge ist aus Kalkstein geformt und misst 53 Meter in der Breite sowie 40 Meter in der Länge bei einer Höhe von 8 Metern. Sie liegt in den Zagros-Bergen und öffnet sich mit einem weiten Eingang, durch den natürliches Licht ins Innere fällt.
Zwischen 1957 und 1961 brachten Ausgrabungen die Überreste von zehn Neandertalern zutage, die vor 65.000 bis 35.000 Jahren hier lebten. Die Höhle diente über Jahrtausende hinweg immer wieder als Schutz für frühe Menschen.
Der Fundort Shanidar 4 enthielt Blütenpollen, was auf frühe Bestattungsrituale der Neandertaler hindeutet. Diese Entdeckung veränderte das Verständnis davon, wie diese Menschen mit ihren Verstorbenen umgingen und welche symbolischen Handlungen sie kannten.
Die Höhle liegt auf 822 Meter Höhe und ist etwa 162 Kilometer von Erbil entfernt. Der Zugang erfolgt über Bergstraßen, die je nach Jahreszeit unterschiedlich befahrbar sind.
Ein Individuum überlebte mehrere schwere Verletzungen, was auf soziale Fürsorge innerhalb der Gruppe hinweist. Diese Person erreichte ein fortgeschrittenes Alter trotz Behinderungen, die ohne Hilfe anderer das Überleben unmöglich gemacht hätten.
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