Boscotrecase, italienische Gemeinde
Boscotrecase ist eine kleine Gemeinde auf einem Hügel an den Hängen des Vesuvs in der Nähe von Neapel. Die Landschaft wechselt mit der Höhe von grünen Weinbergen und Zitrushainen zu kahlen, felsigen Gebieten, die die Kraft des Vulkans zeigen.
Die Gemeinde war während der Römischen Zeit ein wohlhabendes Gebiet, in dem reiche Familien Villen bauten, bevor der Vesuv 79 n.Chr. ausbrach. Nach dem Ausbruch wurde die Gegend wieder besiedelt, insbesondere nach dem Mittelalter, und erlebte dann als Teil des Königreichs Neapel weitere Veränderungen, bis sie 1946 unabhängig wurde.
Der Ortsname stammt von einem großen Wald, der die Gegend einst bedeckte und dessen Name später auf drei Klöster bezogen wurde, die hier Ländereien hielten. Die Gemeinde wird heute geprägt durch Weinanbau und Zitrusplantagen, die das tägliche Leben und die Gemeinschaft stark bestimmen.
Die Gemeinde liegt auf hügeligem Gelände mit engen Gassen, daher ist bequemes Schuhwerk empfehlenswert. Der beste Besuch ist in den wärmeren Monaten, wenn die Landschaft grün ist und die Wege leicht begehbar sind.
Der Ort wurde während der großen Vesuvausbruch von 1631 fast völlig zerstört, erholte sich aber und überstand später auch die kleinere Eruption von 1906, die von Einwohnern durch religiöse Prozessionen abgewendet werden sollte. Diese Fähigkeit zur Wiederherstellung nach Katastrophen ist ein bemerkenswertes Merkmal der lokalen Geschichte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.