Sassi von Matera, Antikes Höhlenviertel in Matera, Italien
Sassi di Matera ist ein ausgedehntes Höhlenviertel in der italienischen Stadt Matera, wo Menschen Wohnungen, Lager und Treppen direkt aus dem Kalkstein herausgeschnitten haben. Das Labyrinth aus Gassen verbindet mehrere Ebenen miteinander, und an manchen Stellen öffnen sich Höfe und Plätze zwischen den Felsen.
Erste Bewohner ließen sich hier vor etwa 9.000 Jahren nieder und nutzten natürliche Höhlen als Schutz, später gruben sie weitere Räume und bauten Fassaden. Im Mittelalter entstanden zahlreiche Felsenkirchen, und das Viertel blieb bis Mitte des 20. Jahrhunderts dicht besiedelt, bevor es wegen schlechter Hygienebedingungen geräumt wurde.
Der Name stammt vom italienischen Wort für Steine, und die Häuser entstanden durch das Aushöhlen von Felsen, die das Stadtbild seit Jahrtausenden prägen. Heute leben wieder Bewohner in den restaurierten Höhlen, und das Viertel beherbergt Restaurants, Handwerksbetriebe und kleine Galerien, die in den alten Räumen untergebracht sind.
Die meisten Pfade sind aus Stein und führen über unebene Treppen, daher sind festes Schuhwerk und Zeit zum langsamen Gehen wichtig. Bei Sonnenschein kann es in den engen Gassen heiß werden, deshalb lohnt sich ein früher Besuch am Morgen oder später Nachmittag.
Viele Straßen verlaufen über den Dächern der darunter liegenden Häuser, sodass man buchstäblich auf den Wohnungen anderer Leute geht. Einige Höhlen besitzen nur eine schmale Öffnung nach außen, und das Tageslicht gelangt über Luftschächte in die Tiefe.
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