Heian-Palast, Kaiserpalast in Kyoto, Japan
Heian-kyō war ein rechteckiges Palastgelände mit Zeremonienhallen, Verwaltungsgebäuden und Wohnvierteln nach chinesischen Bautraditionen der Tang-Dynastie. Die Anlage folgte einem symmetrischen Raster mit breiten Alleen und Höfen, wobei heute nur noch archäologische Spuren und Bodenunebenheiten an die ursprüngliche Größe erinnern.
Kaiser Kammu verlegte 794 die Hauptstadt von Nara nach Heian-kyō, um den buddhistischen Einfluss auf die Regierung zu verringern. Ein Großbrand zerstörte 1227 die Palastanlage vollständig, und sie wurde nie wieder aufgebaut.
Der Name Heian-kyō bedeutet in etwa „Hauptstadt des Friedens und der Ruhe
Geführte Touren erklären die Funktionen der verschiedenen Abschnitte anhand von archäologischen Überresten und Informationstafeln. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da das Gelände offen und uneben ist.
Literarische Werke wie das Genji-Monogatari erwähnen die Palasträume und ihre Zeremonien ausführlich, wodurch sie zu den am besten dokumentierten verlorenen Gebäuden Japans gehören. Diese Erzählungen ermöglichen es Wissenschaftlern, die räumliche Anordnung und das höfische Leben mit bemerkenswerter Genauigkeit zu rekonstruieren.
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