Nagi-jinja, Shinto shrine in Japan
Das Nagi-jinja ist ein kleines Shinto-Heiligtum im Stadtteil Mibu, in Nakagyō, das in der Nagare-zukuri-Architektur erbaut ist, bei der sich das Dach charakteristisch über der Vorderseite ausbreitet. Das Gebäude hat einfache Holzpfeiler und ein geschwungenes Dach mit dekorativen Brettern, wodurch eine ausgeglichene und ruhige Erscheinung entsteht.
Das Heiligtum wurde 876 gegründet, als die Gottheit Susanoo von einem anderen Heiligtum in der Harima-Provinz hierher verlegt wurde. Diese Ereignis markierte den Beginn eines wichtigen Platzes der Verehrung in Kyoto und sollte später Einfluss auf eines der größten Feste der Stadt haben.
Das Heiligtum ist eng mit dem Gion-Fest verknüpft, einem der berühmtesten jährlichen Feste Kyotos. Nach einer Legende soll die Verehrung hier zum Ursprung dieses Festes geführt haben, weshalb es manchmal als Moto Gion-sha, das ursprüngliche Gion-Heiligtum, bezeichnet wird.
Der Zugang erfolgt durch traditionelle Torii-Tore, die den Übergang zum heiligen Raum markieren, und Besucher bewegen sich auf Steinwegen durch das Gelände. Die Stille und der natürliche Rahmen mit alten Bäumen bieten einen ruhigen Ort zum Nachdenken und für traditionelle Gebete.
Ein benachbartes Heiligtum namens Hayabusa-jinja wurde 1918 auf das Gelände verlegt und war ursprünglich an einer Burg angesiedelt. Diese Eingliederung zeigt, wie alte Heiligtümer im Laufe der Zeit ihre Orte wechselten und mehrere Gotteshäuser heute an einem Ort zusammengefasst sind.
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