Burg Nijō, Japanische Feudalburg in Nakagyō-ku, Kyoto, Japan
Nijō Castle ist eine ehemalige Residenz der Tokugawa-Shogune im Zentrum von Kyoto, Japan, mit mehreren Gebäuden und Gärten. Der Ninomaru-Palast besteht aus sechs miteinander verbundenen Pavillons, umgeben von angelegten Teichen und gepflegten Kiefern, während der Honmaru-Bereich weiter innen liegt.
Tokugawa Ieyasu ließ den Komplex 1603 als Residenz errichten, kurz nachdem er zum ersten Shogun der Edo-Zeit ernannt worden war. Sein Enkel Iemitsu erweiterte die Anlage später mit einem fünfstöckigen Burgturm, der jedoch bei einem Brand im 18. Jahrhundert verloren ging.
Die Innenräume des Ninomaru-Palastes zeigen bemalte Wandflächen und Paravents der Kano-Künstler, die den Geschmack der herrschenden Kriegerklasse widerspiegeln. Besucher nehmen ihre Schuhe ab und betreten Tatami-Matten, um die Räume in stiller Atmosphäre zu erleben, wie es seit Jahrhunderten üblich ist.
Das Gelände öffnet am Vormittag und schließt am frühen Nachmittag; der Ninomaru-Palast erfordert einen zusätzlichen Eintritt und kann überfüllt sein. Eine nahegelegene U-Bahn-Station erleichtert die Anreise, und breite Wege im Außenbereich sind auch für Rollstuhlfahrer zugänglich.
Die Korridore sind mit sogenannten Nachtigallenböden ausgestattet, die beim Betreten knarrende Geräusche erzeugen. Dieses System diente als akustische Alarmanlage, um unbefugte Besucher zu entdecken, bevor sie die inneren Gemächer erreichten.
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