Hosshō-ji, Buddhistische Tempelruinen in Sakyo, Kyoto, Japan
Hosshō-ji ist eine ehemalige Tempelanlage im östlichen Teil von Sakyō-ku, deren Grundriss sich über ein weites Rechteck mit Nord-Süd-Ausrichtung erstreckt. Die Überreste liegen innerhalb des Zoogeländes, wo Steine und Tafeln die früheren Grenzen nachzeichnen.
Kaiser Shirakawa gründete die Anlage im Jahr 1077 als erstes Glied einer Reihe von sechs kaiserlichen Tempeln. Später erlosch die religiöse Nutzung, und die Gebäude verschwanden allmählich aus der Landschaft.
Der Name leitet sich von einem buddhistischen Text ab und deutet auf die enge Bindung zwischen kaiserlichem Haus und religiöser Praxis hin. Heute erinnern Steindenkmäler an einen Ort, an dem Zeremonien des Hofes und Mönchsgemeinschaft zusammentrafen.
Die Ruinenstelle befindet sich im Kyoto City Zoo, wo Informationstafeln den Standort und die frühere Ausdehnung erläutern. Die Besichtigung erfolgt während der Öffnungszeiten des Zoos und erfordert keinen zusätzlichen Zugang.
Eine achtstöckige Pagode stand einst auf einer künstlichen Insel inmitten eines Teichs und ragte über 80 Meter (260 Fuß) in die Höhe. Ihre ungewöhnliche Form mit acht Seiten unterschied sie von den meisten anderen Turmbauten der Epoche.
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