Imakumano Kannon-ji, Buddhistischer Tempel im Bezirk Higashiyama, Kyoto, Japan.
Der Imakumano Kannon-ji ist ein Shingon-Tempel im Bezirk Sennyū-ji in Higashiyama-ku, Kyoto. Seine 1712 von Sōsho Sogen wiedererrichtete Haupthalle birgt eine verborgene elfköpfige Kannon-Statue, die Kūkai zugeschrieben wird, flankiert von einem Fudō Myōō nach Enchin und einem Bishamonten nach Unkei. Zum Gelände gehören außerdem eine dreistöckige Steinpagode, ein Glockenturm und ein Teehaus namens Fukukairyō, das 1892 von Kaiserinwitwe Eishō gestiftet wurde.
Der Tempelüberlieferung zufolge gründete Kūkai ihn 807, nachdem eine Kumano-Gottheit ihm ein kleines Kannon-Bild übergeben hatte; er schnitzte eine größere Statue und legte das erhaltene Bild in deren Inneres. Fujiwara no Otsugu und sein Sohn Harutsu finanzierten den großen Ausbau, der 855 als Hōrin-ji vollendet wurde. 1160 lud Kaiser Go-Shirakawa die Kumano-Gottheiten hierher ein, verlieh dem Tempel den Bergnamen Shin Nachisan und benannte ihn in Kannon-ji um. Die Haupthalle wurde 1712 von Sōjo Sogen nach Bränden wieder errichtet.
Der Tempel ist die 15. Station des Saigoku-Kannon-Pilgerwegs und die 19. des Rakuyō-Sanjūsankasho-Rundwegs. Seine Kannon wird gegen Kopfschmerzen und Migräne angerufen, ein Ruf, der auf die Heilung Kaiser Go-Shirakawas zurückgeht. Eine eigene Halle, der Boke-fūji Kannon, ist die erste Station eines Kinki-Pilgerwegs gegen Demenz.
Der Tempel ist in der Regel tagsüber frei zugänglich und verfügt über Parkplätze für Autos und Busse. Es ist empfehlenswert, bequeme Schuhe zu tragen, da das Gelände bergig ist und mehrere Treppen und Wege zu gehen sind.
Auf dem Tempelgelände steht der Imakumano Saigoku Reijō, eine Gruppe von Steinstatuen der 33 heiligen Stätten des Saigoku-Kannon-Pilgerwegs. Die Glocke des Glockenturms wurde im Pazifikkrieg als Metall eingezogen und danach unbeschädigt zurückgegeben. Das Teehaus Fukukairyō schenkte Kaiserinwitwe Eishō dem Tempel im Jahr 1892.
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