Kaikō-ji, Buddhistischer Tempel in Higashiyama-ku, Japan.
Kaikō-ji ist ein buddhistischer Tempel in Higashiyama-ku mit traditioneller japanischer Holzarchitektur, wobei das Hauptgebäude von mehreren Hallen und Meditationsräumen umgeben ist. Die Anlage wird von gepflegten Gärten durchzogen, die zu ruhigen Spaziergängen einladen.
Der Tempel wurde 1228 während der Kamakura-Periode gegründet und entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum für buddhistische Praktiken und monastisches Leben im Osten Kyotos. Über Jahrhunderte hinweg erhielt er seinen Platz als bedeutende Stätte der spirituellen Praxis in der Region.
Der Tempel ist Teil der Dreizehn Buddhistischen Stätten von Kyoto und bewahrt zwei seltene Beispiele von Sokushinbutsu, selbst mumifizierten buddhistischen Mönchen, deren stille Präsenz im Heiligtum noch heute spürbar ist.
Besucher sollten beachten, dass die Anlage zu Fuß erkundet wird und einige Wege über Stufen und unebenes Gelände führen. Die beste Zeit für einen Besuch sind ruhige Wochentage am Morgen, wenn weniger Menschen anwesend sind.
Eine besondere Eigenschaft des Tempels ist die Bewahrung von zwei Mönchen, die sokushinbutsu praktizierten, eine extreme Form der Askese, bei der sie vor ihrem Tod in unterirdischen Zellen meditierend verblieben. Diese Praxis war selten und zeugt von der intensiven spirituellen Hingabe, die dieser Ort erlebte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.