Nijūbashi, Stahlbrücke am Kaiserpalast, Tokio, Japan
Nijūbashi besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Brücken, die über den Palastgraben führen: zunächst eine steinerne Bogenbrücke im vordersten Bereich, dann eine eiserne Konstruktion dahinter, die direkt zum inneren Palastgelände führt. Die vordere Steinbrücke zeigt zwei elegante Bögen über dem Wasser, während die hintere Metallbrücke eine flachere Form aufweist und zwischen hohen Mauern verläuft.
Die ursprüngliche Holzkonstruktion aus dem Jahr 1614 diente während der Edo-Zeit als Zugang zur Burg des Shōgun und wurde 1888 durch eine eiserne Brücke ersetzt, die den Anforderungen der Meiji-Restauration entsprach. Dieser Umbau war Teil der umfassenden Erneuerung des Palastareals nach dem Umzug des Kaisers aus Kyoto nach Tokio.
Die Brücke erscheint in vielen traditionellen Fotografien als Wahrzeichen der Hauptstadt und symbolisiert den Übergang zwischen öffentlichem Raum und dem kaiserlichen Anwesen. Besucher versammeln sich oft vor den Toren, um Fotos von ihrer eleganten Form mit den umliegenden Gärten und Mauern aufzunehmen.
Der Bereich vor der vorderen Brücke ist täglich zugänglich und bietet freie Sicht auf beide Konstruktionen vom äußeren Platz aus, wobei die beste Perspektive vom südlichen Ufer des Grabens aus zu genießen ist. An zwei Tagen im Jahr öffnet sich das Gelände für öffentliche Führungen, bei denen Besucher das innere Areal betreten und die hintere Brücke aus der Nähe betrachten können.
Der Name der Brücke bezieht sich eigentlich auf die alte Holzkonstruktion, die durch eine unterstützende Stütze im Wasser wie eine doppelte Ebene wirkte, wenn man sie aus bestimmten Winkeln betrachtete. Heute wird der Name oft fälschlicherweise auf die zwei getrennten Brücken bezogen, obwohl diese Interpretation erst später entstand.
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