Hijiyama Shell Mound, Archäologischer Muschelhaufen in Minami-ku, Japan
Der Hijiyama-Muschelberg ist eine archäologische Fundstätte in Hiroshima mit mehreren überlagerten Schichten aus Muscheln, Keramikfragmenten und Steinwerkzeugen. Die Ablagerungen stammen von alten Küstensiedlungen und dokumentieren das Leben an diesem Ort über einen längeren Zeitraum.
Die Fundstätte entstand während der späten Jomon-Zeit, als Bewohner die reichhaltigen Ressourcen des Ota-Flusstals und der umliegenden Berge nutzten. Der Ort war über längere Zeit hinweg besiedelt und wurde schließlich durch die Landschaftsveränderungen des Deltas transformiert.
Die Muschelhaufen zeigen, wie die Menschen der Jomon-Zeit Meeresfrüchte und Nüsse zubereitet haben, unter Verwendung von tiefen Keramikschüsseln zum Kochen. Diese Essgewohnheiten verdeutlichen die enge Beziehung zwischen der Bevölkerung und den natürlichen Ressourcen ihrer Küstenumgebung.
Die Fundstätte liegt im Hijiyama-Park und ist mit der Straßenbahn leicht zu erreichen; die nächste Haltestelle ist Hiji Yamashita. Von dort führt ein kurzer Spaziergang von etwa zehn Minuten durch den Park zum archäologischen Ort.
Die Fundstätte besteht aus zwei deutlich unterschiedlichen Schichten, die zeigen, wie sich die Insel Hijiyama durch die Ausbreitung des Ota-Flussdeltas mit dem Festland verband. Diese Veränderung war nicht nur geografisch, sondern beeinflusste auch die Art und Weise, wie die Menschen den Ort nutzten.
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