Festung Namhansanseong, Bergfestung in Gyeonggi, Südkorea.
Namhansanseong ist eine Bergfestung in Gyeonggi, deren Mauern sich über 12 Kilometer über Bergkämme erstrecken und Tore, Barriaden sowie Militärstrukturen auf etwa 480 Metern Höhe umfassen. Die Anlage enthält Wohn- und Lagerbereiche, Verwaltungsgebäude und Verteidigungsanlagen, die strategisch über das Gelände verteilt sind.
König Injo ließ die Festung 1624 als Reaktion auf regionale Konflikte errichten und setzte buddhistische Mönchssoldaten für ihren Bau ein. Die Anlage wurde später während der Joseon-Dynastie als Nothauptstadt genutzt, wenn die Hauptstadt bedroht war.
Die Festung zeigt Bauweisen, die koreanische, japanische und chinesische Techniken verbinden und den Ingenieursfortschritt des 17. Jahrhunderts widerspiegeln. Diese Mischung aus verschiedenen Traditionen ist in jedem Tor und jeder Mauer sichtbar, wenn man durch die Anlage geht.
Die Festung ist mit der U-Bahn-Linie 8 bis zur Station Sanseong erreichbar, von wo aus Busse zur Festung fahren. Der Ort liegt in bergigem Terrain, daher sollten bequeme Wanderschuhe und ausreichend Wasser mitgebracht werden.
Die Festung wurde entwickelt, um bis zu 4000 Menschen innerhalb ihrer Verteidigungsmauern aufzunehmen, was sie in Kriegszeiten zu einem funktionsfähigen Zufluchtsort machte. Diese Kapazität zeigt, wie gründlich die Anlage als Nothauptstadt geplant war.
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