Marmaray-Tunnel, Eisenbahntunnel unter der Bosporus-Meerenge in Istanbul, Türkei
Der Marmaray-Tunnel ist eine Eisenbahnstrecke, die sich unter der Meerengen von Bosporus hindurchzieht und die europäische Seite Istanbuls mit der asiatischen Seite verbindet. Die Strecke führt durch mehrere unterirdische Bahnhöfe und ermöglicht es Zügen, schnell zwischen den beiden Kontinenten zu verkehren.
Die Idee für eine Querung unter dem Bosporus entstand bereits im 19. Jahrhundert, doch der tatsächliche Bau begann erst Anfang des 21. Jahrhunderts. Das Projekt wurde 2013 abgeschlossen und schuf damit eine neue Landverbindung zwischen Europa und Asien.
Die Ausgrabungen während des Baus brachten Artefakte aus 8.000 Jahren zutage, besonders in der Nähe der Station Sirkeci, die zeigen, wie lange Menschen diesen Wasserweg bereits nutzten. Diese Funde verdeutlichen, wie die Gegend schon in der Antike ein wichtiger Handelsplatz war.
Der Zugang erfolgt über Bahnhöfe auf beiden Seiten, wobei die Fahrt relativ kurz ist und ohne besondere Vorbereitung möglich ist. Da es sich um einen normalen öffentlichen Nahverkehrsverkehr handelt, sollten Besucher die üblichen Stoßzeiten während der Pendelverkehrszeit beachten.
Das Projekt erforderte den Einsatz spezieller Rohrsegmente, die zunächst auf dem Meeresboden abgesenkt wurden, um diese Tiefe zu erreichen. Diese Konstruktionsmethode war für ihre Zeit revolutionär und ermöglichte es, ein Eisenbahnsystem in größerer Tiefe zu installieren als zuvor möglich war.
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