Lutherstadt Wittenberg, Reformationsstadt in Sachsen-Anhalt, Deutschland.
Lutherstadt Wittenberg ist eine Kreisstadt in Sachsen-Anhalt an der Elbe, die vor allem durch ihre Verbindung zur protestantischen Reformation bekannt wurde. Die Altstadt zeigt ein geschlossenes Ensemble aus Bürgerhäusern, Kirchen und öffentlichen Gebäuden, die größtenteils aus dem 16. Jahrhundert stammen.
Die Stadt erhielt 1293 Stadtrechte und entwickelte sich unter den sächsischen Kurfürsten zu einem kulturellen Zentrum. 1517 veröffentlichte Martin Luther seine Thesen, was den Beginn der Reformation markierte und der Stadt weltweite Bekanntheit brachte.
Die Schlosskirche trägt ihren Namen nach der Residenz der sächsischen Kurfürsten und dient heute als Gedenkstätte der Reformation. Besucher können die Bronzetüren betrachten, an denen Luther seine Thesen angeschlagen haben soll, und die Gräber der Reformatoren im Inneren besuchen.
Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen entlang der Collegienstraße zwischen Schlosskirche und Marktplatz und lassen sich gut zu Fuß erkunden. Besucher sollten für einen Rundgang durch die Altstadt mindestens zwei Stunden einplanen, um die wichtigsten Orte ohne Eile zu sehen.
Der Marktplatz zeigt zwei Denkmäler berühmter Reformatoren, doch viele Besucher übersehen die historischen Keller unter den umliegenden Bürgerhäusern. Diese Gewölbe dienten einst als Werkstätten, Lager und Druckereien, in denen theologische Schriften verbreitet wurden.
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