Berliner Zollmauer, Historische Stadtmauer im Zentrum Berlins, Deutschland.
Die Berliner Zollmauer war eine 4 Meter hohe Steinmauer, die die Stadt umschloss und 14 Tore zur Kontrolle von Handel und Warenbewegung aufwies. Sie markierte über Jahrhunderte hinweg die Stadtgrenze Berlins.
Das Projekt wurde 1737 von Friedrich Wilhelm I. von Preußen initiiert und ersetzte hölzerne Palisaden durch Steinmauern zwischen 1786 und 1802. Die Befestigung war somit das Ergebnis eines langfristigen Ausbaus und Verstärkung der städtischen Grenzen.
Die Tore der Zollmauer erhielten Namen nach den Straßen, zu denen sie führten, und prägen bis heute die Namen von Berliner Kiezen, Plätzen und U-Bahn-Stationen. Besucher können diese historische Verbindung noch immer in der Stadtstruktur nachverfolgen.
Der Weg der früheren Mauer entspricht heute mehreren Berliner Straßen wie der Stresemannstraße und der Prenzlauer Allee, wodurch Sie die historischen Grenzen der Stadt nachvollziehen können. Diese Straßen ermöglichen es Besuchern, die Route der Befestigung zu Fuß zu erkunden.
Zwei spezialisierte Tore namens Oberbaum und Unterbaum kontrollierten den Flussverkehr auf der Spree mit metallbespikten Baumstämmen, die nachts als Wassersperren dienten. Diese Konstruktion zeigt, wie die Befestigung auch die Kontrolle über Wasserrouten ausübte.
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