Gnadenkirche, Protestantische Kirche in Mitte, Deutschland.
Die Gnadenkirche war ein Kirchengebäude in Berlin-Mitte mit einem 69 Meter hohen Turm und Platz für etwa 1550 Personen in Hauptsaal und Galerien. Das Gebäude besaß drei Glocken aus Stahlguss und wurde mit farbigen Glasfenstern ausgestattet, die das Innere prägten.
Das Gebäude wurde 1895 fertiggestellt, nachdem das kaiserliche Haus die Finanzierung übernahm und die Stadt das Grundstück bereitstellte. Der Name der Kirche bezieht sich auf diese großzügige Unterstützung durch die Monarchie bei ihrer Gründung.
Die Kirche war ein Ort der Begegnung für Soldaten und Bürger aus der Nachbarschaft, die sich hier zu Gottesdiensten versammelten. Die Fenster mit farbigen Glasmalereien von Alexander Linnemann prägten das Innenleben des Raumes und schafften eine besondere Atmosphäre für Besucher.
Das Gebäude steht nicht mehr zur Verfügung, da es 1967 abgerissen wurde. Die Zerstörung folgte auf schwere Kriegsschäden aus dem Zweiten Weltkrieg und nachfolgende Verschlechterung des Zustands.
Die größte der drei Glocken des Gebäudes war ein Geschenk der Kaiserin Auguste Victoria und wurde auf der Weltausstellung von 1893 in Chicago gezeigt. Dieses Werk der Handwerkskunst war als Botschaft der preußischen Macht gedacht und reiste damals um die ganze Welt.
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