Junna-in, Abgelegener Palast in Kyoto, Japan
Junna-in ist ein ehemaliger kaiserlicher Palast im Stadtteil Heian-kyō in Kyoto, Japan, der auf dem antiken Straßenraster der alten Hauptstadt errichtet wurde. Das Gelände umfasste ursprünglich mehrere Gebäude und Innenhöfe, die für den Kaiser und seinen Hofstaat bestimmt waren.
Kaiser Junna nutzte dieses Anwesen von 823 bis 833 als Residenz, bevor es nach einem Brand im Jahr 879 in ein buddhistisches Nonnenkloster umgewandelt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte verlor das Gelände seinen ursprünglichen Charakter als kaiserliche Anlage fast vollständig.
Junna-in trägt den Namen von Kaiser Junna, der dort von 823 bis 833 residierte, und dieser Bezug zur kaiserlichen Vergangenheit ist noch heute im Namen spürbar. Nach dem Brand von 879 wurde das Gelände in ein buddhistisches Nonnenkloster umgewandelt, eine Nutzungsform, die seinen Charakter für viele Jahrhunderte prägte.
Das Gelände ist heute weitgehend unverbaut und befindet sich im Stadtgebiet von Kyoto, weshalb es zu Fuß leicht erreichbar ist. Wer sich für die archäologischen Überreste interessiert, sollte festes Schuhwerk tragen, da der Boden uneben sein kann.
Der Klan der Minamoto übernahm über viele Generationen hinweg die Verantwortung für die kaiserlichen Mausoleen auf dem Gelände, eine Aufgabe, die bis in die Meiji-Zeit fortbestand. Diese Kontinuität der Familienverantwortung über fast tausend Jahre ist für ein städtisches Grundstück in Japan außergewöhnlich.
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