Narutaki-juku, school of European sciences in Tokugawa Japan
Narutaki-juku ist eine historische Stätte in Nagasaki, die eng mit der Rangaku-Schule verbunden ist, einer Bewegung zur Erforschung westlicher Wissenschaften und Technologie. Das Gelände umfasst restaurierte Gebäude und Ausstellungsräume, in denen man Original-Manuskripte, Instrumente und Gegenstände aus dieser Zeit besichtigen kann.
Der Ort entstand während der Edo-Zeit, als Japan unter der Tokugawa-Herrschaft isoliert war, aber gelehrte Männer in Nagasaki trotzdem westliche Wissensquellen studieren wollten. Diese heimliche Gelehrsamkeit entwickelte sich zur Rangaku-Bewegung und prägte später die japanische Modernisierung nach der Öffnung des Landes im 19. Jahrhundert.
Der Ort trägt den Namen einer historischen Poststation und ist heute ein Zentrum für die Erforschung westlicher Wissenschaften, die während der Edo-Zeit heimlich in Japan studiert wurden. Besucher können die Räume erkunden, in denen Gelehrte Bücher und Instrumente aus dem Westen sammelten und diskutierten.
Der Ort lässt sich gut zu Fuss erkunden und die meisten Informationstafeln sind auf Japanisch und Englisch vorhanden. Es ist ratsam, vorher mehr über die Rangaku-Bewegung zu erfahren, um die Ausstellungen besser verstehen und schätzen zu können.
Das Gelände bewahrt einen faszinierenden Aspekt der japanischen Geschichte: eine Zeit, in der Wissensaustausch um jeden Preis stattfinden musste, selbst wenn die Regierung dies verboten hatte. Die physischen Räume erzählen die Geschichte von Menschen, deren intellektuelle Neugier stärker war als die politischen Beschränkungen ihrer Zeit.
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