Museum der Türme und Mauern von Aigues-Mortes, Stadtmauer und Museum in Aigues-Mortes, Frankreich
Das Musée tours et remparts d'Aigues-Mortes ist ein Museum und ein Stadtmauerensemble im mittelalterlichen Stadtzentrum von Aigues-Mortes im Süden Frankreichs. Es umfasst die vollständig erhaltenen Befestigungsanlagen aus rohem Stein sowie die Constance-Turm, der in die Mauer integriert ist.
Die Stadtmauern wurden im 13. Jahrhundert unter König Ludwig IX. errichtet, der Aigues-Mortes als Ausgangspunkt für seine Kreuzzüge ins Heilige Land nutzte. Nach dem Rückzug des Meeres verwandelte sich der Ort von einem aktiven Hafen in eine weitgehend isolierte Binnenstadt.
Der Name Aigues-Mortes bedeutet auf Okzitanisch "totes Wasser" und verweist auf die Sümpfe und Lagunen, die die Stadt einst umgaben. Heute kann man von den Wegen auf den Mauern aus noch immer diese flache, weitläufige Landschaft erkennen.
Der Rundgang auf den Mauern umfasst Treppen aus unebenem Stein, sodass festes Schuhwerk empfehlenswert ist. Im Sommer bietet das Gelände kaum Schatten, daher ist es ratsam, Wasser mitzunehmen und früh morgens oder gegen Abend zu kommen.
Die Tour de Constance diente im 18. Jahrhundert als Gefängnis für hugenottische Frauen, die ihren Glauben nicht aufgeben wollten. Eine von ihnen, Marie Durand, soll das Wort "Resistez" in den Stein der Turmwand geritzt haben, das heute noch sichtbar ist.
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