Burgundischer Turm, Mittelalterlicher Wehrturm in Aigues-Mortes, Frankreich
Der Burgundische Turm ist ein mittelalterlicher Wehrturm, der in die Stadtmauern von Aigues-Mortes im Süden Frankreichs eingebunden ist. Er besteht aus dicken Steinmauern mit schmalen Schlitzfenstern und gehört zu den kleineren Türmen des Befestigungsrings, der die Altstadt umgibt.
Die Stadtmauern von Aigues-Mortes wurden im 13. Jahrhundert unter König Ludwig IX. errichtet, und der Burgundische Turm entstand als Teil dieser ersten Befestigungsanlage. Im 15. Jahrhundert, während des Hundertjährigen Krieges, erlangte der Turm traurige Berühmtheit, als in ihm die Leichen burgundischer Soldaten mit Salz konserviert wurden.
Der Name des Turms erinnert an eines der dunkelsten Ereignisse der Stadt: die Nacht, in der burgundische Soldaten getötet und ihre Leichen im Turm aufbewahrt wurden. Wer den Turm heute besucht, steht in einem schlichten Steinraum, der diese Geschichte kaum erahnen lässt.
Der Turm ist vom Gehweg entlang der Stadtmauern aus gut sichtbar und lässt sich bei einem Spaziergang rund um die Befestigungsanlage leicht einbeziehen. Die Mauern von Aigues-Mortes können teilweise begangen werden, was einen Blick auf den Turm von oben ermöglicht.
Der Name des Turms leitet sich nicht von einer burgundischen Bauweise ab, sondern von dem makabren Brauch, die Leichen burgundischer Soldaten im Inneren mit Salz zu konservieren, einem in dieser Gegend reichlich vorhandenen Rohstoff. Diese Praxis gab dem Turm seinen Namen für Jahrhunderte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.