Riesengebirge, Gebirgskette zwischen Tschechischer Republik und Polen.
Das Riesengebirge ist ein Gebirgszug zwischen Tschechien und Polen, der sich über mehr als 60 Kilometer von Ost nach West erstreckt und eine natürliche Grenze zwischen beiden Ländern bildet. Wälder bedecken die niedrigeren Hänge, während oberhalb der Baumgrenze eine karge Landschaft aus Gräsern und windgeformten Felsen beginnt.
Bergleute gruben im Mittelalter nach Edelmetallen in den Tälern und hinterließen verlassene Stollen, die heute noch unter Wegen und Wiesen verborgen liegen. Die Suche nach Erzen verlangsamte sich nach Jahrhunderten, und Glasbläserei sowie Holzwirtschaft prägten dann die Dörfer am Rand der Berge.
Der Berggeist Rübezahl, bekannt als Beschützer der Wanderer, erscheint in zahllosen Sagen und Geschichten, die heute noch an vielen Hütten und Wegkreuzungen erzählt werden. Besucher sehen oft geschnitzte Holzfiguren dieses bärtigen Riesen mit seinem Stab entlang der Wanderwege und in den Dörfern am Fuß der Berge.
Wanderer sollten sich auf wechselndes Wetter vorbereiten, da Nebel und Windböen selbst im Sommer schnell aufziehen können. Viele Wege sind gut markiert, aber einige Abschnitte führen über Geröll und steinige Pfade, die feste Schuhe erfordern.
Ein kleiner Quellteich nahe dem höchsten Gipfel markiert den Beginn der Elbe, die von dort aus fast 1100 Kilometer bis zur Nordsee fließt. Gletscher haben während der letzten Eiszeit tiefe Mulden und Kessel in die Berghänge gegraben, die heute mit Wasser gefüllt sind oder als offene Täler erscheinen.
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