Pica, Wüstenoasenstadt in der Provinz Tamarugal, Chile
Pica ist eine Oasenstadt in der chilenischen Atacama-Wüste, die auf etwa 1.100 Metern Höhe liegt und von grünen Gärten mitten in der Trockenheit umgeben ist. Die Stadt verfügt über warme Thermalquellen und bietet Unterkunft sowie grundlegende Dienste für Besucher.
Der Ort erlebte seinen Aufstieg während des Silberabbaus in der nahen Huantajaya-Mine zwischen 1718 und 1790. Nach dem Krieg des Pazifiks wurde die Gegend Teil Chiles und verlor ihre Bedeutung als Bergbau-Zentrum.
Die Stadt ist für ihre traditionelle Zitrusproduktion bekannt, insbesondere die säuerliche Limón de Pica, die in den örtlichen Gärten rund um die Oase wächst. Diese Früchte sind tief in der regionalen Küche verankert und prägen das Gesicht des Ortes im Alltag.
Besucher können die Thermalquellen mit Wassertemperaturen um 40°C nutzen und finden Unterkünfte sowie Geschäfte für den täglichen Bedarf. Das trockene Klima erfordert reichlich Wasser und Sonnenschutz bei Outdoor-Aktivitäten.
Das Gebiet nutzt ein altes Bewässerungssystem namens Socavones, das aus unterirdischen Wasserkanälen besteht, die seit Jahrhunderten die Landwirtschaft in der Wüste ermöglichen. Dieses System ist noch heute funktionsfähig und zeigt eine bemerkenswerte Anpassung an die extreme Umgebung.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.