Matilla, Wüstendorf in Pica, Chile
Matilla ist ein Dorf in der Atacama-Wüste, das sich auf 1206 Metern Höhe befindet und von einem unterirdischen Kanalsystem versorgt wird. Das Wasser stammt aus dem Aquifer-System von Pica und ermöglicht das Leben in dieser trockenen Region.
Das Dorf wurde 1760 gegründet, als wohlhabende Familien aus Pica sich hier niederließen und Weinberge anlegten. Diese Besiedlung nutzte Wasser aus nahegelegenen Quellen, um in der Wüste Landwirtschaft zu betreiben.
Die Kirche von Matilla wurde 1887 erbaut und zeigt neoklassizistische Merkmale, die das Aussehen des Ortes prägen. Jedes Jahr im Juni feiern die Bewohner hier religiöse Festtage, die das Gemeindeleben strukturieren.
Der Ort liegt in der Hochlandwüste und ist über die Straße von Pica aus erreichbar, wobei die beste Zeit zum Besuch die gemäßigte Jahreszeit ist. Besucher sollten ausreichend Wasser und Sonnenschutz mitbringen, da die Höhenlage und Trockenheit erheblich sind.
An diesem Ort befindet sich die Lagar de Matilla, eine historische Weinkelter aus dem 18. Jahrhundert, die seit 1977 als Nationaldenkmal geschützt ist. Die Anlage wurde bis 1937 betrieben und zeigt, wie Wein in dieser Wüstengegend hergestellt wurde.
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