Goyeneche Palace, Arequipa, Kolonialpalast im Zentrum von Arequipa, Peru.
Der Goyeneche-Palast ist ein Herrenhaus mit neoklassizistischen Linien und französischen Einflüssen, das sich durch dorische Pilaster, hölzerne Balkone und umgebende Gärten auszeichnet. Das Gebäude zeigt die typische Mischung aus europäischem Stil und lokalen Materialien, die für Arequipas koloniale Architektur charakteristisch ist.
Ein Erdbeben im Jahr 1782 zerstörte die ursprüngliche Residenz, und der Bischof Juan de Goyeneche beauftragte den Architekten Lucas Poblete mit dem Neubau. Das neue Gebäude entstand 1837 und markierte einen Wendepunkt in Arequipas Architekturgeschichte mit seinem modernen neoklassizistischen Stil.
Der Name stammt von der Familie Goyeneche, die das Haus in Auftrag gab und deren Porträts heute die Räume prägen. Die Innenräume zeigen Gemälde aus der Cusco-Schule und Werke bekannter spanischer Künstler, die das Kunstverständnis dieser wohlhabenden Industriellenfamilie widerspiegeln.
Das Gebäude wird von der Zentralbank Perus gepflegt und ist Montag bis Freitag für Besucher zugänglich. Die beste Zeit für einen Besuch ist am Morgen, wenn das Licht durch die Räume fällt und die Gärten besonders schön wirken.
Die Wendeltreppe im Inneren des Palastes besteht vollständig aus Sillar, einem weißen Vulkanstein, der für Arequipas Bauweise charakteristisch ist. Dieser lokale Stein wurde für viele der feinen Details verwendet und verleiht der Treppe ein ungewöhnliches Aussehen.
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