Nationalpark Band-e-Amir, Nationalpark mit blauen Seen in Bamyan, Afghanistan.
Band-e Amir Nationalpark ist eine Gruppe von sechs Seen mit tiefblauem Wasser, die durch natürliche Travertin-Mauern voneinander getrennt sind und sich in den Hindu-Kush-Bergen auf etwa 2900 Meter Höhe befinden. Die Seen entstanden durch Mineralablagerungen, die durch Wasserzirkulation über lange Zeit aufgebaut wurden.
Das Gebiet war jahrhundertelang eine wichtige Handelsroute durch Zentralasien, bevor es 2009 zum ersten Nationalpark Afghanistans erklärt wurde. Diese Umwandlung markierte den Beginn einer neuen Ära für den Schutz und die Erhaltung der Region.
Der Name des Parks stammt aus dem Dari und bedeutet 'Damm des Herrschers', ein Name, der bei den lokalen Hazara-Gemeinschaften tief verwurzelt ist. Die Menschen in der Gegend verbinden ihre tägliche Existenz mit diesem Ort, und er bleibt ein wichtiger Teil ihres Lebens und ihrer Beziehung zur Landschaft.
Der Park ist das ganze Jahr über zugänglich, aber im Winter fällt viel Schnee und die Seen frieren zu, was den Besuch schwieriger macht. Besucher sollten sich auf kalte Temperaturen und Höhenlage vorbereiten, wenn sie einen Ausflug planen.
Das Wasser, das durch Felsspalten sickert, hinterlässt Mineralablagerungen, die natürliche Dämme bilden und so eines der wenigen Travertin-Seensysteme der Erde entstehen lassen. Dieser geologische Prozess läuft immer noch ab und formt die Landschaft ständig weiter.
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