Surkh Kotal, Archäologische Stätte in der Provinz Baghlan, Afghanistan.
Surkh Kotal ist eine archäologische Stätte auf einem Plateau im Norden Afghanistans, wo Überreste von Tempeln, Strukturen und dekorativen Elementen aus der Kushan-Zeit sichtbar sind. Die Ausgrabungen zeigen die Grundlagen antiker Gebäude sowie Säulen und Kapitelle, die griechische und lokale Baustile miteinander verbinden.
Der Ort wurde zwischen 1952 und 1966 von französischen Archäologen umfangreich ausgegraben, wobei Tempel, Statuen und Inschriften der frühen Kushan-Kaiser freigelegt wurden. Diese Funde dokumentieren ein wichtiges Kapitel der antiken Geschichte, als Hellenistische Einflüsse in Zentralasien vordrangen.
Die Inschriften an diesem Ort zeigen die früheste Verwendung der baktrischen Sprache in griechischen Buchstaben, was Aufzeichnungen über alte Bewässerungssysteme und königliche Dekrete offenbart. Diese Texte geben Einblick in das Leben während der Kushan-Zeit und zeigen, wie griechische und östliche Kulturen miteinander vermischt wurden.
Der Ort liegt in einer abgelegenen Region und erfordert vorherige Arrangements für Besuche, besonders unter den aktuellen lokalen Bedingungen. Besucher sollten sich über die neuesten Informationen zur Erreichbarkeit und Sicherheit der Region informieren, bevor sie eine Reise planen.
Ein Architekt namens Palamedes entwarf Teile der Anlage mit charakteristischen indo-korinthischen Kapitellen, die östliche und westliche Bautechniken miteinander verbinden. Diese architektonische Mischung zeigt, wie sehr die Kushan-Reich beide Welten in sich aufnahm.
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