Kusch-Tepa-Kanal, Bewässerungskanal im Norden Afghanistans.
Der Qosh Tepa Kanal ist ein Bewässerungskanal in den nordafghanischen Provinzen Balch, Dschuzdschan und Faryab, der Wasser aus dem Fluss Amudarja ableitet. Das Bauwerk verbindet mehrere Distrikte über eine Strecke von mehr als 280 Kilometern und soll Ackerland in Wüstenzonen erschließen.
Die Idee entstand in den 1970er Jahren unter Präsident Mohammad Daud, der Wasserrechte von der Sowjetunion erhielt. Nach seiner Ermordung ruhte das Projekt, bis Arbeiten im Jahr 2022 begannen.
Der Name stammt aus dem Turksprachen und bedeutet Zwei Hügel, eine Bezeichnung, die auf die Landschaft der Region verweist. Anwohner sehen das Bauwerk als Hoffnung für kommende landwirtschaftliche Erträge in Gegenden, die bisher trocken blieben.
Der Zugang zum Kanal hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab, da das Bauwerk durch abgelegene Gegenden verläuft. Besucher sollten sich über aktuelle Bedingungen informieren, bevor sie in die betroffenen Distrikte reisen.
Satellitenbilder zwischen April 2022 und Februar 2023 zeigten rasche Fortschritte bei den Erdarbeiten. Das Vorhaben zielt darauf ab, mehr als eine halbe Million Hektar Wüstenland in Anbauflächen umzuwandeln.
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