Haji Piyada, Archäologische Ruinen in Balkh, Afghanistan.
Haji Piyada ist ein Moscheegebäude aus Lehmziegeln in Balkh mit etwa 20 Metern Seitenlänge. Sein Inneres war ursprünglich in neun Kammern unterteilt, von denen einige Kuppeln trugen, die heute teilweise zusammengebrochen sind.
Das Gebäude entstand 794 unter dem Abbasidischen Gouverneur Fazl ibn Yahya an der Stelle eines früheren buddhistische Komplexes. Dieser Wechsel markierte einen Wendepunkt in der religionösen und architektonischen Geschichte der Region.
Die Innenwände zeigen aufwendige Stuckdekorationen, die Abbasidische Muster in lokalen Baustilen widerspiegeln. Diese Verzierungen verraten, wie frühe islamische Handwerker regionale Techniken mit neuen Designkonzepten verbanden.
Ein Schutzbach aus Metall bedeckt das Gebäude und schützt es vor Regen und Verwitterung ganzjährig. Besucher sollten mit unebenen Böden und eingestürzten Bereichen rechnen, die die Erkundung des Geländes erschweren.
Das Gebäude gilt als eines der ältesten erhaltenen islamischen Bauwerke in Afghanistan und bleibt ein seltenes Beispiel früher Moscheenarchitek-tur. Internationale Archäologenteams führen laufend Erhaltungsarbeiten durch, um es für kommende Generationen zu bewahren.
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