Grüne Moschee, Moschee aus dem 15. Jahrhundert in Balkh, Afghanistan.
Die Grüne Moschee in Balkh ist ein timuridischer Komplex aus Moschee, Madrasa und Mausoleum. Der Hauptbau hat eine große Kuppel auf einem Muqarnas-Sockel, mit acht Öffnungen in der Kuppel und sechzehn Fenstern um ein hohes Schirmgewölbe. Zwei beschädigte Minarette flankieren das Portal, und direkt unter der Kuppelkammer liegt eine Krypta.
Der timuridische General Mir Mazid Arghun ließ die Moschee über dem Grab von Khwaja Abu Nasr Parsa, einem Lehrer und Mystiker des Naqschbandi-Ordens, errichten und vollendete sie 1421. Arghun fügte eine Madrasa hinzu und wurde später dort beigesetzt, ebenso sein Vater und sein Bruder. Der schaibanidische Gouverneur Abdul-Mo'min bin Abdullah Khan ließ den Komplex im späten 16. Jahrhundert renovieren und seinen Namen an einer Wand anbringen.
Der Name stammt von den türkisfarbenen Kashi-Fliesen der Wände, die lokal als Türkischgrün bezeichnet werden. Die Anlage wurde von Nachkommen Khwaja Abu Nasr Parsas verwaltet, eines Naqschbandi-Lehrers und Mystikers, der in der Krypta unter der Kuppelkammer bestattet ist. Eine steinerne Plattform außerhalb trägt später hinzugefügte Grabsteine weiterer Heiliger.
Der Innenhof dient Besuchern als Haupteingangsbereich und zentraler Treffpunkt. Besucher sollten sich auf unebenes Gelände und begrenzte Zugänglichkeit einstellen, besonders in beschädigten Bereichen.
In der Krypta unter der Kuppelkammer liegt ein Grab, das Forscher Khwaja Abu Nasr Parsa selbst zuschreiben; später wurde eine Säule zur Stützung des Gewölbes eingefügt. Draußen entstand nachträglich eine Steinplattform mit den Grabsteinen weiterer Heiliger.
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